Historie

100 Jahre Turn- und Sportverein Dortmund – Kruckel 1910 e. V.

Chronik 1910-2010

Der Turn – und Sportverein Dortmund-Kruckel 1910 e.V. kann in diesem Jahr auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Der Sportverein wurde unter dem Namen „Freie Turnerschaft“ Kruckel im Jahre 1910 überwiegend von Arbeitern der Zeche Wiendahlsbank in Kruckel gegründet.
Aktuell wurde diese Tatsache durch die Aktion Schachtzeichen im Rahmen Ruhr.2010 Kulturhauptstadt Europas wieder in Erinnerung gerufen.

Auch eine Schüler – und Jugendturnabteilung wurde gegründet, die sich regen Besuches erfreute. Der Verein entwickelte sich im Laufe der Jahre durch die Aufnahme von anderen Sportarten wie Leichtathletik und Handball zu einem Sammelpunkt aller Sporttreibenden.
Erst um 1923/24 entstand eine Fußballabteilung und der Verein änderte seinen Namen in Arbeiter- Turn- und Sportverein (ATSV) Kruckel. Die Mitglieder des Sportvereins standen der SPD und der Gewerkschaft, hauptsächlich dem Bergarbeiterverband, nahe. Die Turner und Fußballspieler des Vereins waren überwiegend auf den umliegenden Zechen Gottessegen (Großholthausen), Krone und Kaiser Friedrich (Menglinghausen) und der örtlichen Zeche Wiendahlsbank beschäftigt.

Diese Aufwärtsentwicklung wurde durch das Verbot der nationalsozialistischen Bewegung im Jahre 1933 unterbunden. 12 Jahre lang war die Ortschaft Kruckel ohne jede Sportbewegung.
Erst im Jahre 1945 war es möglich, den Sportbetrieb als Turn- und Sportverein (TuS) Kruckel unter der Leitung von Emil Baumöller wieder aufzunehmen. Emil Baumöller war bereits von 1929 bis zum Verbot des Sportvereins Vorsitzender.
Es entstand eine Turn-, Fußball- und Handballabteilung, sowie eine Turn- und Handballabteilung für Frauen und Mädchen. Lediglich die Fußballer konnten sich langfristig behaupten.

In den ersten zehn Jahren nach 1945 hatten die rot-weißen Fußballer zweimal den Aufstieg nahe vor Augen, aber in beiden Fällen wurde die Elf abgefangen. 1947 ging das Aufstiegspiel gegen Merkur 07 1:2 verloren. Zehn Jahre später hieß es im Entscheidungsspiel gegen den TuS Eintracht 48 ebenfalls 1:2. Stets war der Verein auch bemüht eine Jugend- und Schülermannschaft aufstellen zu können.
1965 konnte der TuS Kruckel mit Heinz Gerling, Heinz Jordan und Heinz Schräer als sportliche Führung erstmals den Sprung in die 1. Kreisklasse verwirklichen. Die Klasse konnte aber nicht gehalten werden.
Auch nach den Aufstiegen 1977 und 1979 konnte die Spielklasse nur ein bzw. zwei Jahre gehalten werden. Nach dem vierten Aufstieg 1982 behauptete sich der TuS Kruckel aber satte elf Jahre, auch mit Spitzenplätzen, in der Kreisliga A. Von 1986 bis 1990 spielte die 2. Mannschaft in der Kreisliga B. Nochmals stieg die 2. Mannschaft 1994 zur Kreisliga B auf.
Einen sportlichen Aufschwung konnte der Sportverein ab Anfang der 70-Jahre durch die Benutzung der Turnhalle in Löttringhausen verzeichnen. Es konnte nach langer Zeit auch wieder Turnen für Kinder angeboten werden. Auch für die Fußballjugend konnten die neuen Trainingsmöglichkeiten positiv genutzt werden.

Als 1975/76 auf dem alten Kraftwerksgelände an der Kruckelerstr./Rüdinghauserstr. zuerst die Turnhalle und dann der Sportplatz zur Verfügung standen, wurde aus dem Fußballverein ein Verein für Breitensport. Das Kinderturnen wurde weiter ausgedehnt, zwei Damen-Gymnastikgruppen gegründet. Tischtennis, Volleyball und kleinere Interessengruppen wurden ein Teil des Vereins. Auch eine Damen-Fußballmannschaft nahm nun am Spielbetrieb teil. Zeitgleich wurde auch eine Tennisabteilung gegründet und eine Tennisanlage geschaffen.. Ab Herbst 1983 rundete die Fertigstellung des Vereinsheims das Bild des „Sportzentrum Kruckel“ ab. Der Sportverein war nun ein zu Hause für ca. 700 Mitglieder.

Ab ca. 1975 bis 2000 konnte die Fußballjugend fast ständig alle Altersklassen besetzen und spielte z. Tl. auch in der 1. Kreisliga.
Den fünften Aufstieg zur Kreisliga A konnte der TuS Kruckel 1995 feiern. Vier Jahre dauerte diesmal die Zugehörigkeit zur Kreisliga A.
Nach nur zwei Jahren (bis 2001) in der Kreisliga B konnte mittlerweile der sechste Aufstieg zur Kreisliga A erreicht werden. Die 1. Fußballmannschaft des TuS Kruckel konnte aber wieder nur vier Jahre die Klasse halten. In den letzten Jahren wurden in der Kreisliga B jeweils Mittelfeldplätze belegt. Die Fußballjugend konnte in den letzten zehn Jahren immer wieder nur sporadisch einzelne Jahrgänge in den Spielbetrieb bringen.

Im Spieljahr 2009/2010 konnte der eigene Sportplatz an der Rüdinghauserstraße über lange Monate nicht benutzt werden, so dass die „Heimspiele“ auf den Sportanlagen der umliegenden Vereine durchgeführt werden mussten. Bei der Fußballjugend kam dadurch der Spielbetrieb fast vollständig zum Erliegen. Durch langwierige Renovierungsarbeiten in der Turnhalle standen also keine Sport- und Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung. Die Kinderturn- und Damen-Gymnastikgruppen führten ihre Übungsstunden nun im Vereinsheim durch. Inzwischen konnte der Sport- und Spielbetrieb für alle Sporttreibenden aber wieder in vollem Umfang aufgenommen werden.
Neben der notwendigen Renovierung des in die Jahre gekommenen Vereinsheims wird der Auf- und Ausbau der einzelnen Jugendabteilungen eine besondere Herausforderung für den gesamten Sportverein sein.

Die sportlichen Veranstaltungen anlässlich des 100-jährigen Bestehens des TuS Kruckel finden von Freitag den 03. bis Sonntag den 05.09 2010 in und auf den Sportstätten an der Rüdinghauserstr. statt. Die Jubiläumsfeier mit Jubilarehrung wird am Samstag den 11.09.2010 im „Party-Schiff-Kesper“ in Witten-Rüdinghausen durchgeführt.

Jubilare, Ehrengäste und der Vorstand des TuS Kruckel 1910 e.V.von links: Geschäftsführer Helmut Gollnau, Kassierer Eberhard Greuel, Ehrenmitglied Fritz Rohde, Bezirksbürgermeister Hans Semmler, Gesamtjugendwart Angelika Greuel, Markus Dobbert, Kreis Dortmund, Jubilar Otto Weber, Peter Anders Kreis Dortmund, verdeckt Jubilar Dieter Kötter, Rainer Werner Kreis Dortmund, Jubilar Fritz Pütter, Jubilar Heinz Jordan, Jubilar Kurt Hill, Vorsitzender Norbert Hauke, Jubilar Manfred Kitz